
Grüner Veltliner:
Der "Grüne Veltliner" ist die bedeutendste Rebsorte und gleichzeitig eine Spezialität, die geprägt durch Herkunft und Qualitätsstufe vom leichten Qualitätswein bis zu den höchsten Prädikaten zu überzeugen weiß.
Dass ca. 50 % der WINZER KREMS-Ernte auf diese Traubensorte entfallen, ist kein Zufall. Weite Teile des Einzugsgebietes, ganz besonders die bekanntesten Kremser Lagen "Kremser Sandgrube", "Kremser Wachtberg" und "Kremser Goldberg" bieten luftige Lössböden die optimale Voraussetzung für diese traditionelle Traubensorte.
Genauso wichtig aber ist das Klima: warme Sommermonate mit vielen Sonnentagen bringen hohe Traubenreife; und das gemäßigte, kühlere Herbstklima ist die Voraussetzung für den typischen, würzigen und frischen Geschmack des "Grünen Veltliners".
Man schätzt diesen Wein besonders beim "Heurigen", wie die Buschenschänke in Österreich genannt werden, als frischen jugendlichen, sehr spritzigen Wein. Der "Heurige"-Wein stammt immer von der letzten Ernte. Nach der Gärung wird traditionell am 11. November zu "Martini" der neue Jahrgang = "Heuriger" getauft und darf bis zum 11. November des folgenden Jahres als solcher angeboten werden.
Der "Grüne Veltliner" ist so auf der einen Seite ein leichter, angenehmer Tischwein, der zu allen Speisen ausgezeichnet passt. Andererseits bringt diese Sorte unter optimalen Voraussetzungen auch Spitzenqualitäten als Kabinett und Spätauslesewein hervor, die als international anerkannte, typische österreichische Spezialität gelten.
Riesling:
Diese weltbekannte und geschätzte Weißweinsorte erreicht auf den Kremser und Wachauer Urgesteinsterrassenlagen höchste Qualität. Der steinige Boden speichert auch in den späten Oktober- und Novembertagen die Sonneneinstrahlung während des Tages und gibt die Wärme während der kühlen Nächte an die Umgebung ab. So erreicht der "Riesling" höchste Reife, ohne dass er sein feines, duftiges Pfirsichbukett, seinen feinwürzigen Geschmack und seine elegant-rassige Säure verliert. Sehr kleine Erträge (durchschnittlich ca. 4.000 kg/ha) und hoher Aufwand an Handarbeit werden in Kauf genommen, um diese Spitzenweine zu produzieren. Sie danken die Mühe, indem sie bis zu 30 Jahre lager- fähig sind.
Die bekanntesten Rieslinglagenweine sind: Kremser Pfaffenberg, Kremser Kremsleiten.
Müller Thurgau (Rivaner):
Diese frühreife Sorte bringt feinblumige, pikante Weine hervor. Trocken ausgebaut ist der "Müller Thurgau" ein frischer, jugendlicher fruchtiger Wein mit einem feinen Muskatbukett und -geschmack. Weine dieser Sorte werden auch oft halbtrocken ausgebaut und präsentieren sich dann mild und vollmundig mit einer dezenten Fruchtnote.
Neuburger:
Der "Neuburger" ist wie der "Grüne Veltliner" eine österreichische Spezialität. Diese Rebsorte bringt bei kleinen Erträgen sehr hohe natürliche Traubensüße. Trocken oder halbtrocken ausgebaut ist der "Neuburger" immer ein sehr milder, bekömmlicher Wein mit einem besonders vollmundigen, feinwürzigen Sortencharakter, der als "walnussartig" angesprochen wird. Weine der Sorte "Neuburger" werden oft jung getrunken, erreichen aber auch bei einer Lagerung von 10 - 20 Jahren oft außergewöhnliche Qualität.
Weiters werden folgende Weißweinsorten kultiviert und reinsortig ausgebaut :
- Weißburgunder (Pinot blanc)
- Chardonnay
- Muskat Ottonel
- Traminer und Gewürztraminer
- Welschriesling
- Frühroter Veltliner (Malvasier)
ROTWEINSORTEN:
Obwohl von der gesamten Anbaufläche nur ca. 17 % auf Rotweinsorten entfallen, werden gerade in diesen Lagen (tiefgründige Schotter- und Sandböden bzw. mit Lehm und Löß überlagerte Urgesteinsböden) hervorragende Qualitäten erzielt.
Die wichtigsten Sorten sind:
Blauer Zweigelt:
Diese Kreuzung aus "Blaufränkisch" (Lemberger) x "St. Laurent") ist seit ca. 30 Jahren im Anbau und heute schon Nummer 1 unter den Kremser Rotweinen. Sehr milde, zartherbe, fruchtbetonte, trocken ausgebaute Qualitäts- und Kabinettweine dieser Sorte finden durch ihre Bekömmlichkeit großen Anklang.
Weitere Rotweinsorten:



